"Ich lache selber gerne"

In der Helferei des Grossmünsters fand gestern die Laugh Parade (Lachparade) statt. Organisiert wurde dieser Event vom freischaffenden Pfarrer Fredy Staub, welcher bereits mit der CD "Mehr Spass am Sex" für Schlagzeilen sorgte.

Fredy Staub woher kommt die Idee eine Lachparade zu veranstalten?
Fredy Staub: Als Seelsorger begleitete ich eine Schülerin, die sterbenskrank war, in den Tod. Dieses Mädchen hat viel gelacht und mit seiner Fröhlichkeit die Leute angesteckt. Damals wurde mir bewusst, wie wichtig das Lachen ist. Und weil ich selber gerne lache, kam ich auf die Idee, einen Lachevent zu organisieren.

Was passiert an solch einem Anlass genau?
Staub: Eine 3-köpfige Jury und ein Jurist vergeben Punkte für folgende Disziplinen: das schönste Lachen, das lauteste Lachen und das lustigste Lachen, wobei wir für das lauteste Lachen Messgeräte verwenden. Eine der 15 Kandidatinnen und Kandidaten gewinnt einen Eintritt für das Humor-Festival in Arosa mit Hotelübernachtung.

Zuerst eine CD zum Thema Sex, jetzt folgt eine weitere, in der Sie das Lachen behandeln. Machen Sie sich nicht lächerlich?
Staub: Warum soll ich lächerlich sein? Es gibt immer Leute, die gewisse Dinge lächerlich finden, das stört mich nicht.

Soll man in der Kirche lachen dürfen?
Staub: Ja, ich finde schon. Lachen ist natürlich. Übrigens könnte man meiner Meinung nach das Osterlachen, einen mittelalterlichen Brauch der Kirche, wieder einführen.

Haben Sie bereits ein nächstes Projekt in Angriff genommen?
Staub: Nein, bis jetzt noch nicht. Manche Leute sagen mir, ich hätte es doch beim Thema Sex belassen sollen. Aber ich lasse mich nicht schubladisieren.

Was bringt Sie zum Lachen? Staub: Ich lache viel, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die auch gerne lachen und glücklich sind.