Weihnachten einmal anders

 

Was wir uns wünschen

Was wir uns am sehnlichsten wünschen, können wir uns nicht immer so einfach unter den Weihnachtsbaum legen. Doch genau diesen, unseren ureigenen Wünschen, gilt es auf den Grund zu gehen.

Rotieren Sie bereits in der weihnächtlichen Stress-Spirale? Rufen Sie laut «Stopp!» – Dann zünden Sie eine Kerze an und lassen sich von einigen der folgenden ABC-Weihnachts-Antistress-Ideen inspirieren.

«A» steht für Annehmen. Viele vernachlässigen im Weihnachtsstress sich selber. «A» sagen heisst: sich selber annehmen.

«B» steht für Bedenken. Im Dezember gibt es manchmal so viel zu tun, dass kaum mehr Zeit zum Denken bleibt. «B» heisst: sich Zeit zum Bedenken nehmen.

«C» steht für Cabriolet. Ich meine nicht, dass wir unbedingt am Heiligen Abend mit einem offenen Cabriolet durch schneebedeckte Strassen flitzen müssen. Aber warum nicht einmal etwas verblüffend anderes tun? «C» heisst: offenes Cabriolet statt verschlossene Tradition.

 

Weihnachts-Antistress-Idee A:

Mich annehmen

Setzen wir heute dem Dezemberstress einen kecken Kontrapunkt. Gibt es nach einem strengen Tag etwas Schöneres als ein heisses Bad im eigenen Heim? Sich verwöhnen mit einem beruhigenden Duftöl aus Narzisse oder Palmarosa? Dazu ein besinnliches Händel-Oratorium hören? Mir gefällt besonders Georg Friedrich Händels «Messias» (Messias ist das hebräische Wort für Christus). Es soll den Komponisten selber getröstet und aus seiner Depression herausgerissen haben. Das Oratorium beginnt mit den Worten: «Tröste dich, tröste dich, mein Volk, spricht dein Gott.» (Jesaja 40, 1) Wo haben Sie heute Trost nötig?

Weihnachtszeit ist die Zeit der Sehnsucht. Wer seine Sehnsucht verdrängt, wird süchtig. Sucht ist verdrängte Sehnsucht. Advent ist die Zeit der Chance, unsere Süchte wieder in Sehnsucht umzuwandeln. Fragen Sie sich heute, was Ihre tiefste Sehnsucht ist.

«Vom Himmel hoch, da komm ich her...», heisst es in Martin Luthers schönem Weihnachtslied. Eine Bauersfrau erzählte, dass sie als Kind von der Schule immer sofort in den Stall ging. Dort fühlte sie sich «zu Hause». Der Stallgeruch gab ihr das Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Der Mensch muss irgendwo hingehen können und eine Heimat haben. Sonst kann er in seinem Leben nie die für ihn wichtige Geborgenheit erfahren. Er wird immer auf der Flucht vor sich selbst sein. Wo ist Ihre Heimat? Wo fühlen Sie sich geborgen?

 

Weihnachts-Antistress-Idee B:

Zeit zum Bedenken

Alle Tätigkeiten, die normalerweise als «Zeitverschwendung» gelten (wie z.B. Putzen oder Aufräumen), können Sie als Möglichkeit des Ausdrucks Ihrer Dankbarkeit sehen. Hastig ausgeführt sind sie eine lästige Plage. Wenn wir sie jedoch in aller Ruhe mit der nötigen Achtsamkeit ausführen, können wir ihnen Komponenten hinzufügen, die unsere Nerven stabilisieren. Zum Beispiel: Pflegen Sie Pflanzen (und eventuell Tiere) mit grösserer Aufmerksamkeit, statt einfach ein paar Liter Wasser darüberzugiessen, staunen Sie wieder einmal, wie wunderbar sie geschaffen sind. Und: Warum nicht Gott dazu ein Loblied summen? Merkwürdig!

Mehr denken, statt im Stress versinken! Schalten Sie einen langsameren Gang ein. Langsamkeit ist ein Mittel, sich ein Zeitfenster im Alltag zu öffnen, in dem man sich etwas ausruhen kann. «Dieses Leben kommt mir vor wie eine Rennbahn», sagte Gryphius im Mittelalter. Was würde er wohl heute sagen?

 

Weihnachts-Antistress-Idee C:

Offenes Cabriolet statt verschlossene Tradition – das Ungewöhnliche wagen

Was halten Sie vom Adventskranz? Der Kranz galt schon in der Antike als Sieges- und Ehrenzeichen. Er wurde dem Sieger auf den Kopf gesetzt. Er ist für mich ein Zeichen des Sieges Jesu Christi. Ein Bild dafür, dass unser Leben - das oft genug zerrissen ist, weil so vieles beziehungslos nebeneinander liegt – durch Gottes Wirken wieder ganz und rund werden kann! Der Adventskranz hat vier Kerzen. Vier ist die Zahl der Elemente und der Himmelsrichtungen. Wenn vier Kerzen auf dem runden Kranz stehen, stellt das für mich die Einheit aller Gegensätze dar: Das Runde und das Quadratische werden miteinander eins. Als Quadratur des Kreises bezeichnen wir eine unmögliche Aufgabe, etwas, was unsere Kräfte übersteigt. Welche Quadratur des Kreises (welche unmögliche Situation) wollen Sie Gott heute anvertrauen?

Weihnachtszeit ist die Zeit der Kerzen. Kerzen üben eine besondere Faszination aus. Das Kerzenlicht birgt etwas Geheimnisvolles, Warmes, Liebevolles in sich. Als wir - meine Frau und ich - uns nach einer Ehekrise vor unserem Ehebett kniend ein neues Treueversprechen gaben, zündete meine Frau eine Kerze an und stellte sie auf das Nachttischchen. By Candle-Light schenkten wir uns einander neu. Für welche Versöhnung zünden Sie heute eine Kerze an? Gönnen Sie sich mit der Person, mit der Sie sich versöhnt haben, eine herrliche Cabriolet-, Schlitten- oder andere freudige Fahrt unter freiem Himmel.

 

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