Auf Wiederlachen!

 

Mit Humor lebt es sich besser

Mit Humor ist es leichter, das Unpassende zu übersehen, das Unübliche zu verstehen, das Unangenehme zu tolerieren, mit dem Unerwarteten fertig zu werden und das Unerträgliche zu überstehen. Humor ist ein Geschenk Gottes, das es gilt, noch mehr auszupacken.

 

Humor ist ansteckend

Ich lasse mich gerne von lachenden Menschen anstecken. Es ist schon vorgekommen, dass ich einige Leute zu mir nach Hause eingeladen habe und wir fast einen ganzen Abend lang zusammen gelacht haben. Fragen Sie mich nicht, warum und wie – eine Person hat damit begonnen und die anderen stimmten mit ein. Wir hatten es wunderschön zusammen. Humor hilft, unser Leben von der lustigen Seite her anzuschauen.

 

Der lachende Jesus

Natürlich hat auch Jesus gelacht und andere zum Lachen gebracht! Wie soll ich denn sonst eine Aussage von Jesus verstehen, in der er davon spricht, ganze Kamele zu verschlucken? Jesus hat mehr gelacht, als wir denken. Ein kritischer Bibelleser sagte mir kürzlich mit düsterer Mine: «In der Bibel steht nirgends geschrieben, dass Jesus gelacht hat!» Ich entgegnete: «Aber bitte! Es steht auch nirgends, dass Jesus Wasser löste - und doch tat er es! Dasselbe gilt auch für seinen Stuhlgang.»

Was mir besonders gefällt: In der Bibel steht zwar, dass die Schmerzen aufhören werden, aber es steht nirgends, dass das Lachen aufhören wird!

 

Lachen gehört in die Kirche

Lachen gehört mitten in die Kirche! Im Mittelalter war über Jahrhunderte hinweg das Lachen ein fester Bestandteil bestimmter Gottesdienste. Da wurden die Ängste, der Tod und der Teufel so richtig ausgelacht. Warum kennen wir dieses «Osterlachen» (risus paschalis) nicht mehr? Wir gehen fälschlicherweise davon aus, dass der Glaube nur etwas Ernstes sei. Das ist ein Irrtum. Glaube ist nicht nur ernst, er ist wesentlich!

 

Lachen – das Geschenk Gottes

Vielleicht wirken die heutigen Christen deshalb kaum ansteckend, weil sie zu wenig lachen. Das Lachen ist bekanntlich die kürzeste Verbindung von Mensch zu Mensch. Ich bin überzeugt: Lachen ist ein Geschenk Gottes. Viele lassen es unberührt liegen. Das ist schade. Die Zeit ist reif, das Lachen «auszupacken»!

 

Trotzdem lachen

Die Freiheit zum Lachen so richtig entdeckt habe ich durch ganz besondere Menschen: Frauen und Männer, die sich in grossen Schwierigkeiten befanden. Sie haben trotz ihrer Not - oder vielleicht gerade darum erst recht - gelacht! Ja, sie lachten, weil sie sich ganz darauf verlassen hatten, dass Gott letztlich alles gut machen wird.

 

Finde eine lustige Seite

Lachstimulation durch übermässigen Alkoholkonsum oder schmutzige Witze ist deplatziert. Lasst uns doch vielmehr eine gesunde Lachkultur entwickeln! Ganz nach dem Motto: Ich lache, statt mich zu ärgern. Für fast jeden Ärger lässt sich eine lustige Interpretation finden.

 

Mundwinkel nach oben

Klar ist es ärgerlich, wenn meine Nachbarn - besonders wenn ich mich nach Ruhe sehne - viel zu laut sind. Ja, es ist ärgerlich, wenn andere so viel rauchen, dass ich keine «reine» Luft mehr habe. Aber es tut meinen Nerven und meinem Gemüt nicht gut, wenn ich mich allzu rasch in Wutausbrüche stürze. Versuchen wir es anders: Mundwinkel nach oben ziehen. Atmung stoppen. Luft rhythmisch durch die Nase oder den Mund pressen. Etwas Stimmbändervibration dazugeben - ich schmunzle, lache leise, dann immer lauter - und schon bald beginnt mein Hirn Glückshormone auszuschütten (wie mir ein Arzt erklärte).

 

Gemeinsam lachen macht doppelt Spass

Hie und da kommt es vor, dass sich ein oder zwei Menschen in meiner Nähe befinden, wenn ich zu lachen beginne. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie durch mein Lachen angesteckt werden. Dies ist mir selbst in öffentlichen Verkehrsmitteln passiert. Nach einer Weile lachte ich zusammen mit einer Reihe wildfremder Leute. Und dies, obwohl die Stimmung zuvor überhaupt nicht himmlisch war. Manchmal treffe ich mich mit jemandem, von dem ich weiss, dass er gern lacht. Gemeinsam lachen ist noch viel lustiger. Es geht dann jeweils gar nicht so lange, bis uns beim Lachen die Tränen über die Wangen rollen oder uns sogar der Bauch weh tut. Dies ist der angenehmste Schmerz, den ich kenne.

 

Im Traum lachen

An vielen Orten könnten wir vermehrt lachen. Warum nicht am Esstisch, beim Wandern oder im Bett auf vermehrtes Lachen achten? Kürzlich sagte mir meine Frau beim Erwachen, ich hätte nachts gelacht. Das muss im Traum gewesen sein, denn ich wusste nichts davon.

 

Zum Lachen erlöst

Kürzlich hatte ich Kontakt mit einem Ehepaar, das nach einem langen, seelsorgerlichen Gespräch plötzlich zu lachen begann. Zum Glück hatte ich einige Papiertaschentücher dabei, damit sie sich die Tränen abwischen konnten. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das Ehepaar seit Jahren nicht mehr zusammen lachen konnte. Nun hat ihnen Jesus nicht nur die Sünden vergeben und das ewige Leben geschenkt – er hat sie, sozusagen als «Tüpfchen auf dem i», auch zum Lachen erlöst.

 

Wunderschön

Als wir aufstanden begann der Assistent, der mich an diesem Abend begleitete, zu lachen. Vermutlich sass ich – bevor ich zu predigen begann – auf einem Kaugummi, der sich nun zu einem «wunderschönen» Gemälde entpuppte, das alle sehen konnten, die mich von hinten betrachteten. Ich verabschiedete mich mit den Worten: «Auf Wiederlachen!»

 

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Pfr. Fredy Staub & Team                               

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